PLATZ DA! Taten statt schöner Worte

10 Ideen für mehr Platz in Wien
Wir wollen konkrete Massnahmen, statt Lippenbekenntnissen. die 10 folgenden Punkte sind leicht und kostengünstig umzusetzen und würden unsere Stadt noch besser machen. In den folgendeen Wochen werden wir wienweit mit Aktionen im öffentlichen Raum unsere Ideen vorstellen und diskutieren - hoffe das Wetter bleibt so fein...
Folderdownload hier:
http://archiv.wien.gruene.at/stadtplanung/artikel/lesen/48705/
1. Mehr Platz!
20 km² neuen öffentlichen Raum, das heißt Plätze und Fußgängerzonen über ganz Wien verteilt. Das entspricht etwa fünf Prozent der Gesamtfläche Wiens (415 km²).
2. Neue Parks
In jedem Bezirk einen neuen Park. Warum innerstädtisch, wo es möglicherweise keine geeig-neten Grundflächen gibt nicht auch Grünflächen auf Flachdächern einrichten, wie beispielsweise in Wien Mitte? New York machts gerade vor: siehe: http://www.thehighline.org/
3. Straße Fair-Teilen
In jedem Bezirk mindestens drei Straßen, die nach dem ‚Shared-Space‘ Prinzip gestaltet werden.
4. Ciclovia in Wien
Ringstraße muss autofrei werden, jeden Sonn- und Feiertag, zwischen 7.00 und 16.00 Uhr als ersten Schritt. Offen für Sport und Freizeitaktivitäten, Joggen, Radfahren, Spazierengehen ...
siehe: http://www.youtube.com/watch?v=ELa5CHsUepo
5. Baulücken als Freiräume
Ungenutzte Flächen mitten in der Stadt sind viel zu wertvoll, um sie nicht zu nutzen. Die Stadt muss EigentümerInnen Anreize bieten, diese Oasen zu öffnen. Die Grundbesitzabgabe für Baulücken könnte besipielsweise für die Dauer einer öffentlichen Benutzung deutlich reduziert werden, so dass innerstädtsiche Brachflächen nicht jahrelang einfach als abgesperrte Parkplätze vor sich hin dämmern.
6. Park statt Parkplatz
Pro Kind zumindest die Fläche eines Parkplatzes an Spiel- und Freiflächen.
7. Mehr Freiraum für Jugendliche
Nichtkommerzielle Räume und Gratisnutzung der Sportflächen. Beispielsweise sind bestens ausgerüstete Schulsportplätze über den Sommer zumeist abgesperrt. Wenn man Haftungs- und Beaufsichtigung regelt, wären das zusätzliche ideale Freiräume über ganz Wien verteit
8. Öffnung der Bundesgärten und Kleingärten
Absperrungen der Bundes- und Kleingärten öffnen, denn diese sind öffentliches Gut, da wollen wir alle etwas davon haben. Warum sperrt Schönbrunn im Winter schon um 16:00 Uhr zu. Ein paar Lampen aufstellen und los zum „Night-Jogging“
9. Öffentlichen Raum Fair-Teilen!
Wer Geschäfte mit dem öffentlichen Raum macht, soll der Allgemeinheit etwas zurückgeben. Die Miete für öffentliche Flächen, die so genannte Gebrauchsabgabe*, soll erhöht werden und für Investitionen in den öffentlichen Raum zurückfließen!
*Derzeit: Gebrauchsabgabe pro JAHR:
- für Vorgärten (Aufstellung von Tischen, Sesseln u.a.) von Geschäftslokalen aller Art je m2 Fläche 3,63 Euro
- für gedeckte Vorbauten (Veranden u. dgl.), ortsfeste Verkaufshütten (ausgenommen öffentliche Benzinzapfstellen), Kioske u. dgl. 13,80 Euro je m2 Grundfläche, mindestens aber 45 Euro für die ganze Baulichkeit
10. Gärten für alle!
Neue Flächen für Selbsterntebeete in ganz Wien!
sab - 21. Sep, 14:35
muesli - 21. Sep, 17:53
Radikal, selbstbewusst, auf Lebensqualität ausgerichtet. Wunderbar! Danke!
antworten
FrauPercht - 21. Sep, 18:00
Gefällt mir sehr gut.....
bitte dran bleiben, dran bleiben, dran bleiben ;-))
PeziK (Gast) - 21. Sep, 19:25
sehr spannende forderungen - vor allem die grünanlagen auf den innenstadt-dächern und die selbsterntebeete klingen wegweisend! :) go go go!
Martin (Gast) - 22. Sep, 17:57
Konkrete Beispiele für 3. "Shared Space"
Schöne Forderungen! Es wäre wichtig, mal mit EINER Musterstrasse zu beginnen. Welche konkrete Straße könnte das sein?
Und welche ganz konkreten Beispiel dazu gibt es aus anderen Städten/Ländern? Je konkreter, desto besser.
Und welche ganz konkreten Beispiel dazu gibt es aus anderen Städten/Ländern? Je konkreter, desto besser.
sab - 23. Sep, 11:26
ganz konkret das nordbahnhofareal
hier wird derzeit gebaut, beginnend rund um den park und von da an weiter, wäre es ein erster einfacher schritt, der auch der spö nicht allzu schwer fallen müssten. schicker hat auch schon erste positive signale in diese richtung gegeben...
dann weiter nordwestbahnhof, bei allen neuen stadtentwikclungsgebieten und im bestand ist es auch nicht schwer pro bezirk drei strassen zu nennen. ich fang mal an (lass mich von anderen ortskundigen aber gern belehren) mit, im 9. beispielsweise: servitengasse, grünentorgasse, lichtentalergasse.
dann weiter nordwestbahnhof, bei allen neuen stadtentwikclungsgebieten und im bestand ist es auch nicht schwer pro bezirk drei strassen zu nennen. ich fang mal an (lass mich von anderen ortskundigen aber gern belehren) mit, im 9. beispielsweise: servitengasse, grünentorgasse, lichtentalergasse.
Wolfgang (Gast) - 24. Sep, 08:38
Darf ich noch etwas hinzufügen?
11) Parkplätze entfernen, wenn sie öffentlichen Verkehrsmitteln im Weg sind.
z.B. auf der äußeren Hietzinger Hauptstraße, wo drei Buslinien verkehren, aber dauernd den Gegenverkehr abwarten müssen, weil auf beiden Seiten geparkt wird. (ca. bei der Erste Bank nähe Wolfrathplatz.
z.B. auf der äußeren Hietzinger Hauptstraße, wo drei Buslinien verkehren, aber dauernd den Gegenverkehr abwarten müssen, weil auf beiden Seiten geparkt wird. (ca. bei der Erste Bank nähe Wolfrathplatz.
Birgit (Gast) - 21. Okt, 18:20
Verhüttelung des Öffentlichen Raums
Sehr spannende Ideen!
Was mir fehlt: eine Initiative, der Verhüttelung des öffentlichen Raumes etwas entgegenzusetzen (damit sind ausdrücklich nicht Schanigärten gemeint, sondern die in den letzten 10 Jahren um sich greifenden Hütten statt der früheren - vergleichsweise wenigen - Standln). Abschreckendes Beispiel im 9.: der Julius-Tandler-Platz, der völlig zugehüttelt wurde.
Was mir fehlt: eine Initiative, der Verhüttelung des öffentlichen Raumes etwas entgegenzusetzen (damit sind ausdrücklich nicht Schanigärten gemeint, sondern die in den letzten 10 Jahren um sich greifenden Hütten statt der früheren - vergleichsweise wenigen - Standln). Abschreckendes Beispiel im 9.: der Julius-Tandler-Platz, der völlig zugehüttelt wurde.