Donnerstag, 14. Oktober 2010

rot schwarze wirtschaft?

kann bitte irgendein journalist mal hinterfragen, was die angebliche wirtschaftkompetenz der wiener övp sein soll?

ich kann mich nicht erinnern wo und wer in der wiener övp in den letzten 5 jahren wesentlich aufgefallen wäre durch ihre/seine überdurchschnittlichen kenntnisse oder gar engagement im bereich der wiener wirtschaft? wer, ausser speziell interessierten, kennt den sympathischen wirtschaftssprecher dr. fritz aichinger?

die angebliche wirtschaftskompetenz der övp in wien beschränkt sich meiner meinung nach auf die wirtschaftsmacht und deren interessen (siehe unten), die hinter der övp stehen.
Kammer und schwarze konzerne. das sollte man dann auch so beim namen nennen.

...und nicht gerade engagement für klein- und mittelbetriebe, die eigentlich den motor der wiener wirtschaft ausmachen und hauptarbeitgeber sind.

presse print 14.10.10.

„Wirtschaft für Rot-Schwarz“

Apropos ÖVP. Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad bevorzugt aus Sicht der Wirtschaft eine Koalition zwischen SPÖ und ÖVP, wie er betont. Zu Aussagen von Ferry Maier, ÖVP-Abgeordnetem und im Brotberuf Raiffeisen-Generalsekretär, die ÖVP müsse zwecks Neuaufstellung und -positionierung in Opposition gehen, meint Konrad: „Das ist nicht die Meinung von Raiffeisen, sondern die des ÖVP-Präsidiumsmitglieds Maier. Diese in den Medien zu äußern ist das gute Recht des VP-Abgeordneten.“

ps: gnädig der herr generalanwalt konrad, dass man als övp politiker im neben- ( oder haupt?) beruf auch noch eine meinung äussern darf, abseits von raiffeisen,...

aus: http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/601952/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
as (Gast) - 14. Okt, 18:21

Positionierung

Sabine, Du sitzt seit vielen Jahren im Gemeinderat und kennst daher die Mandatare der anderen Parteien und das, was sie tun, aus nächster Nähe. Wir, die einfachen Menschen dieser Stadt, und wohl auch die Mehrzahl der Journalistinnen bekommen kaum etwas davon mit, da unser Abstand groß ist und unser Interesse in der Regel peripher.

Und hier kommt die Positionierung einer Partei ins Spiel. Die Grünen sind die Partei mit der Umweltkompetenz und die ÖVP ist die Partei mit der Wirtschaftskompetenz. Diese Bilder entstehen und setzen sich in den Köpfen der mäßig interessierten Menschen langsam fest, indem sie über einen langen Zeitraum Variationen des selben Bildes ausgesetzt werden.

Entsprechend schwer ist es, von diesen Bildern wieder los zu kommen. So ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass die aktuelle Realität wenig mit dem Bild in unserem Kopf übereinstimmt und wir unsere Entscheidung auf Basis des falschen Bildes treffen (Wahlentscheidung, Beurteilung der Vorzüge einer bestimmten Koalition).

Für dich ist die Diskrepanz im vorliegenden Fall augenscheinlich, für uns jedoch nicht (abgesehen davon, dass ich jetzt deinen Artikel gelesen habe, dir vertraue und daher auch als wahr akzeptiere, was du sagst).

Zurück zur Positionierung, zum Kampf um den Platz in den Köpfen der mäßig interessierten Menschen (die gewaltige Mehrheit): Wenn die Grünen ständig zu allem und jedem etwas sagen, dann verwirren und überfordern sie die Menschen. Ihre Positionierung als Umweltpartei, mühsam über die Jahre aufgebaut, wird verwaschen und verliert sich. Niemand weiß mehr so richtig, wofür ihr wirklich steht und wo eure Kompetenz ist. Konzentration auf das Kernthema und ständig wiederholte Variationen zu diesem Thema stärken eure Position. Dann gehört das Thema euch und niemand kann es euch wieder wegnehmen.

Nach genau dem selben Schema funktioniert die Neupositionierung eines Gegners. Wann immer ihr über die ÖVP redet, betont ihr, dass sie nicht die Interessen der Klein- und Mittelbetriebe vertreten, sondern von Raiffeisen und anderen Großkonzernen wie Hunde an der Leine herumgeführt werden.

Konzentration auf ein Schwerpunktthema und ständig variierte Wiederholungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Und ich wünsch mir nichts mehr als euren Erfolg, denn ich möchte, dass meine Wahlstimme Gewicht hat.

TK (Gast) - 21. Okt, 12:52

Ein einziges Thema reicht nicht - das Spektrum der Themen, die von den Grünen hauptsächlich angesprochen werden, ist gut. Diese Themen bei den Bürgern nicht nur "anzubringen" sondern auch mit den Grünen zu konnotieren, ist extrem schwierig. Und deswegen gelingt es nicht bei Wahlen stärker zu reüssieren. Dort wo dieses gelingt (7.Bezirk), kommen auch die Erfolge, wenn man nicht in selbstvernichtender Art (8.Bezierk)agiert.
Die Gefahr ist ja viel mehr, daß die Kernthemen in verwässerter Art auch von anderen besetzt werden, wie es beim Umweltschutz geschieht.
Also: An den wesentlichen grünen Themen dranbleiben - dann wird es auch besser gelingen, daß die Wähler grün stimmen.
TK (Gast) - 21. Okt, 12:30

Na da muß der Ferry Maier aber besser aufpassen, bevor er das nächste Mal brabbelt. Konrad schaut bestimmt schon nach, wie es passieren konnte so einen Generalsekrtär bei Raiffeisen zu bekommen. :-)

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